Als "Hochemer Bub......

.... dehaam in de Massemer Gass“ geboren dauerte es nur vierzehn Jahre bis zum Erwerb der ersten einfachen Gitarre im Austausch gegen ein Französisch-Lehrbuch plus zehn Mark.

Lagerlieder und Songs der „wilden 60er-Jahre“ wurden nachgespielt.


Der erste Discjockey Hochheims – genannt „Lord Heri“ - legte seine Scheiben im Discokeller des kath. Vereinshauses auf. Nun schrieb er auch seine ersten eigenen Songs, die Texte stammten damals noch von einem Klassenkameraden.

 

„The Girl with long Brown Curls“ und „LSD“ erreichten in der Gewölbedisco noch vor dem Welthit der Beatles „Get Back“ den ersten Platz! Dank des Hochheimer Lokalkolorits…!


Anschließend bekam die Kolping-Fassenacht mit dem Fastnachtsurgestein Ernst Freisler und Heri im Duo wortgewandte Liedermacherunterstützung.


Die Música Popular Brasileira, kurz MPB, kreuzte Ende der 70er Jahre sein Leben. Als Entwicklungshelfer baute er gemeinsam mit seiner Frau Gerti in Pombal/Pb im Nordosten Brasiliens ein Haus für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Elendsvierteln auf.

 

Nach der Rückkehr ins heimische Hochheim spürte „Heriberto“ die verblüffende Verwandtschaft zwischen dem brasilianischen Portugiesisch und dem heimischen Dialekt. Und so entwickelte er

seine ganz spezielle Art, Sambas und brasilianische Folksongs in die Hochheimer Mundart zu übertragen.

Heribert Schlosser

„Jetzt könne aach die Hochemer mitsinge!“

1991 begann mit einem Benefizkonzert im TIK (Theater im Keller/Angelika Kohl) für das brasilianische Partnerprojekt

in Pombal eine Ära der Kleinkunsprogramme. Mit Unterstützung von Eddy Weins am Piano und Gesang wurden Themen wie die „Swinging Sixties“ oder „Beatles – einmal (ganz) anders“ in Hochheimer Mundart ausgearbeitet und präsentiert.

So mancher Evergreen und Popsong ist noch heute als Ohrwurm unterwegs – uff hochemerisch!

Zum 1250. Geburtstag der Stadt Hochheim im Jahre 2004 erfuhr das 1999 geschlossene TiK eine „Wiederauferstehung“ (Pressezitat). Im Rahmen der 1250-Jahr Feierlichkeiten erhielten „Heribert Schlosser & viele Freunde“ gemeinsam mit Angelika Kohl frenetischen Applaus für „Lieder für Euch unn aach ferr Hochem“. Es waren drei herrliche, restlos ausverkaufte Abende.

Mittlerweile zur „Hochheimer Kultband“ avanciert produzierten „Heribert Schlosser & Freunde“ immer wieder mundartliche Songs, auch mit Video.

Mit musikalischer Beteiligung an unterschiedlichen Veranstaltungen, Liedern zu besonderen Ereignissen in „Hochem unn de Welt“ (HORSCH EMOL !),

Jubiläen und privaten Geburtstagsfeiern entwickelt sich Heribert Schlosser immer weiter.

 

2011 wurde ein wunderschöner Konzertabend

„Dylan und Cohen“ in der Evangelischen Kirche zelebriert, wobei wieder sehr viele Songs in

vielen Sprachen – und, wie kann es anders sein,

auch in verständlicher

„Hochemer Mundart“ - gesungen wurden.

Die mundartliche Ideenschmiede steht nicht still - wir dürfen gespannt sein.